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DNS-Leck-Test: So prüfst du, ob dein VPN deinen Traffic preisgibt

July 2, 2026

Ein DNS-Leck-Test dauert etwa zehn Sekunden, doch die meisten VPN-Nutzer haben ihn noch nie durchgeführt. Laut den Live-Testdaten von VPNTesting.com (Juni 2026) zeigten mindestens 8,2 % von 471 getesteten Verbindungen mindestens ein Leck, und ein separates Audit von 74 VPN-Diensten fand bei 15 davon — etwa 21 % — einen offenen DNS-Leck. Gehört dein VPN dazu, wirkt von außen alles verschlüsselt, während dein Browserverlauf trotzdem in den DNS-Logs deines Internetanbieters landet.

Was Wirklich Passiert, Wenn du eine Website Öffnest

Bevor dein Gerät auch nur ein verschlüsseltes Paket sendet, fragt es einen DNS-Resolver: “Zu welchem Server gehört dieser Name?”. Ein VPN soll diese Anfrage durch denselben Tunnel wie den restlichen Traffic leiten. Passiert das nicht, entweicht die DNS-Anfrage über deine normale Netzwerkverbindung — sichtbar für deinen Internetanbieter, selbst wenn der restliche Traffic geschützt aussieht. Genau deshalb existieren DNS-Leck-Tests: Verschlüsselung der Daten garantiert nicht, dass die vorausgehende Namensauflösung ebenfalls verschlüsselt ist.

Die Drei Leck-Arten: DNS, IPv6 und WebRTC

Ein “DNS-Leck-Test” prüft auf den meisten Seiten tatsächlich drei getrennte Dinge:

  • DNS-Leck — dein Gerät sendet Namensauflösungsanfragen an den Resolver deines Providers statt an den deines VPNs und verrät so, welche Seiten du besuchst, auch wenn der Inhalt selbst verschlüsselt bleibt.
  • IPv6-Leck — viele VPN-Apps tunneln nur IPv4. Hat dein Gerät zusätzlich eine aktive IPv6-Adresse, können Dual-Stack-Websites deine echte IPv6-Adresse parallel zur geschützten IPv4-Verbindung sehen.
  • WebRTC-Leck — Browser nutzen STUN/TURN-Protokolle für Echtzeitfunktionen wie Videoanrufe, und diese Anfragen können direkt auf das lokale Netzwerk zugreifen und deine echte öffentliche IP komplett außerhalb der VPN-Routing-Tabelle offenlegen.

Ein einziges sauberes Ergebnis ist kein dauerhafter Beweis. Lecks tauchen oft genau dann wieder auf, wenn der Laptop aus dem Ruhezustand aufwacht, das WLAN wechselt oder das VPN sich kurz neu verbindet — teste danach erneut, nicht nur einmal bei der Einrichtung.

So Testest du ein DNS-Leck in 5 Minuten

  1. Trenne dein VPN und führe den Test aus, um deinen Ausgangswert zu sehen — notiere den Resolver-Namen deines Providers.
  2. Verbinde dich mit deinem VPN und wähle den Server, den du üblicherweise täglich nutzt.
  3. Öffne einen privaten/Inkognito-Tab (das verhindert, dass zwischengespeicherte DNS-Ergebnisse den Test verfälschen) und führe den Test erneut aus.
  4. Vergleiche den Betreiber des Resolvers, nicht nur die IP-Nummer — der Test zeigt, wer jeden Resolver betreibt, und das sollte dein VPN-Anbieter sein, nicht dein Heim-Internetanbieter.
  5. Nutze die erweiterte Testoption, falls verfügbar; sie sendet mehrere Anfragen an verschiedene Resolver und erkennt Lecks, die eine schnelle Prüfung übersieht.

Warum VPNs Überhaupt Lecken

DNS-Lecks sind selten beabsichtigt — fast immer sind sie ein Nebeneffekt davon, wie Betriebssysteme und Netzwerk-Stacks aufgebaut sind:

  • Fehlkonfigurierte Split-DNS: Das Betriebssystem leitet App-Traffic durch den Tunnel, löst Namen aber weiterhin über den ursprünglichen Netzwerkadapter auf.
  • Der blinde IPv6-Fleck: Der VPN-Client verarbeitet nur IPv4, wodurch eine Dual-Stack-Verbindung im Hintergrund still über IPv6 leckt.
  • WebRTC auf Browser-Ebene: Echtzeit-Browser-APIs können direkt auf das lokale Netzwerk zugreifen und dabei die VPN-Routing-Regeln des Systems umgehen.
  • Netzwerkwechsel: Laptops, die zwischen WLAN-Netzwerken wechseln, fallen manchmal kurz auf das DNS des vorherigen Netzwerks zurück, bevor der VPN-Client nachzieht.

Ein älteres, aber noch häufig zitiertes akademisches Audit von Android-VPN-Apps ergab, dass 84 % unter bestimmten Bedingungen die echte IP-Adresse der Nutzer preisgaben und 18 % der getesteten kostenlosen Apps den Traffic überhaupt nicht verschlüsselten — eine Erinnerung daran, dass “hat ein VPN-Symbol im App Store” und “schützt DNS-Anfragen tatsächlich” zwei verschiedene Dinge sind.

Wie “Geschützt” in der Praxis Aussieht

Geprüftes SignalLeck (schlecht)Geschützt (gut)
Betreiber des DNS-ResolversZeigt den Namen deines ProvidersZeigt den Resolver deines VPN-Anbieters
IPv6-AdresseGleiche öffentliche IPv6 wie vor der VerbindungNicht sichtbar oder gehört dem VPN
IP über WebRTCDeine heimische/lokale öffentliche IP ist sichtbarNur die Ausgangs-IP des VPNs ist sichtbar
Konsistenz bei RetestsJedes Mal ein anderer Resolver-BetreiberJedes Mal derselbe Betreiber
Dein Gerät VPN-Tunnel VPN-DNS Geschützt ISP-DNS Leck
Eine geschützte DNS-Anfrage verlässt den Tunnel nie; eine geleakte erreicht den Resolver des Providers direkt.

Wie RunVPN DNS im Hintergrund Behandelt

RunVPN leitet die DNS-Auflösung durch denselben verschlüsselten Tunnel wie den restlichen Traffic — standardmäßig über AmneziaWG oder über VLESS-Reality (XTLS-Vision auf der Xray-Engine) für eine stabile, gegen Drosselung und Deep Packet Inspection widerstandsfähige Verbindung. Es gibt keinen manuellen Konfigurationsschritt: Du meldest dich mit Google, E-Mail oder Telegram an, tippst auf Verbinden, und die App holt ihre Konfiguration automatisch vom Server — nichts zum Importieren, keine Config-Dateien zum Einfügen. RunVPN speichert keine Websites, DNS-Anfragen, Verkehrsziele oder Verkehrsinhalte; begrenzte Verbindungsdaten werden 30 Tage gespeichert., und ein Konto deckt bis zu 5 Geräte ab. Android ist bereits verfügbar; iOS- und Desktop-Unterstützung folgen bald.

Häufig Gestellte Fragen

Ist ein DNS-Leck dasselbe wie ein IP-Leck? Nein. Ein DNS-Leck offenbart, welche Domainnamen du abfragst, selbst wenn dein eigentlicher Browsing-Traffic verschlüsselt bleibt. Ein IP-Leck (über IPv6 oder WebRTC) legt direkt die echte Adresse deines Geräts offen — eine vollständigere Preisgabe.

Kann ein DNS-Leck-Test ein falsches negatives Ergebnis liefern? Ja — ein schneller Einzeltest sendet nur ein bis zwei Anfragen. Die erweiterte Testoption und eine erneute Prüfung, nachdem dein Gerät aus dem Ruhezustand aufwacht oder das Netzwerk wechselt, erfassen Lecks, die nur unter diesen Bedingungen auftreten.

Muss ich bei jeder Verbindung testen? Nicht bei jeder Sitzung, aber es lohnt sich nach der Installation einer neuen VPN-App, nach einem Betriebssystem-Update und regelmäßig auf einem Gerät, dem du für sensible Dinge vertraust — das Leck-Verhalten kann sich nach Updates auf beiden Seiten unbemerkt ändern.

Schützt die Nutzung eines VPNs automatisch vor WebRTC-Lecks? Nicht immer. WebRTC-Lecks hängen davon ab, wie Browser und VPN-Client auf Netzwerk-Routing-Ebene zusammenwirken — ein Mechanismus, der von der DNS-Auflösung getrennt ist. Deshalb prüft ein vollständiger Leck-Test beides, nicht nur eines.

Möchtest du, dass DNS automatisch im Tunnel behandelt wird, ohne Konfiguration, die schiefgehen kann? Lade RunVPN herunter und sieh deinen Verbindungsstatus unter runvpn.app/trust.